Am 23.1.2026 wurden im Rahmen des Fachforums „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“ in der Robert-Bosch-Stiftung in Berlin die Ergebnisse der bundesweiten Studie vorgestellt und gemeinsam mit den anwesenden Gästen aus Praxis, Steuerung und Wissenschaft diskutiert.
Bereits 2024 begann die intensive Kooperation mit Nprof. Dr. Sebastian Rahn und Lars Bieringer der htw saar und dem Bundesnetzwerk Schulsozialarbeit e.V. zur Umfrage „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“. Diese Forschungsarbeit macht Unterschiede in der Praxis der Schulsozialarbeit sichtbar, die beispielsweise auf bundeslandspezifische Finanzierungs-/Fördermodelle, differierende Trägerstrukturen, schulformspezifische Anforderungen oder unterschiedliche Stellenressourcen zurückzuführen sind. Der Fragebogen wurde in der Entwicklung fachlich vom Bundesnetzwerk Schulsozialarbeit begleitet. Das Bundesnetzwerk Schulsozialarbeit e.V. nutzte vorhandene Netzwerkstrukturen auf der jeweiligen Länderebene, um die Umfrage zu bewerben und Fragebögen an möglichst viele Fachkräfte weiterzuleiten.
Auf dem Fachforum in Berlin kommentierten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW Bundesebene), der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit (KOV) und das Bundesnetzwerk Schulsozialarbeit e.V. die ersten von Nprof. Dr. Sebastian Rahn und Lars Bieringer der htw saar ausgewerteten Daten der bundesweiten Befragung Schulsozialarbeit.
Der Vorstand des Bundesnetzwerks Schulsozialarbeit e.V. stellte in der Kommentierung der Forschungsergebnisse fest, dass Schulsozialarbeit eine tragfähige fachliche Positionierung aus Sicht der Fachkräfte braucht.

Foto/Copyright: Bianca Höfle
Landesverbände der Schulsozialarbeit tragen zur Aktivierung und zur fachlichen Weiterentwicklung (Standards) in der Schulsozialarbeit bei.
Diese Positionierung aus der trägerübergreifenden Fachexpertise von Schulsozialarbeitenden aus der Praxis ist ein wichtiger fachlicher Beitrag für den Fachaustausch mit allen Akteuren auf Landesebene und Bundesebene zur fachlichen Weiterentwicklung von Schulsozialarbeit und zur finanziellen Absicherung von Schulsozialarbeit.
Es bedarf zukünftig einer Verantwortungsgemeinschaft, um Schulsozialarbeit dauerhaft zu finanzieren und gemeinsame, trägerübergreifende Qualitätsstandards in der Schulsozialarbeit festzulegen.
Die Umfrage hat sich mit Qualitätsmerkmalen von Schulsozialarbeit beschäftigt. Die Ergebnisse werden die Basis für eine breite Debatte um die Qualität der Schulsozialarbeit in Politik und Fachwelt bieten, sie schaffen Klarheit und Transparenz für das vielfältige, rechtskreisübergreifende Handlungsfeld Schulsozialarbeit für und durch die Fachkräfte aus der Praxis und dienen der Legitimation der Notwendigkeit Schulsozialarbeit gesichert flächendeckend bereitzustellen.
Das Bundesnetzwerk Schulsozialarbeit fordert, die Expertise der Fachkräfte der Schulsozialarbeit aus der Praxis in diesen Fachaustausch auf Länder- und Bundesebene einzubeziehen.
